Double Bind – Das Problem der doppelten Botschaften

Aus Wikipedia: Doppelbotschaften stellen eine Kommunikationsfalle dar, weil sie – meist auf unterschiedlichen Kommunikationsebenen – zwei Botschaften gleichzeitig vermitteln, die einander widersprechen und sich gegenseitig ausschließen.

Einfache Beispiele für Doppelbotschaften:

  • Auf die Frage: „Wie geht es dir?“ wird mit leidendem Gesichtsausdruck und weinerlicher Stimme geantwortet: „Mir geht es gut.“
  • Der Vorgesetzte zum Angestellten: „Sie müssen sich nicht viel Arbeit mit dem Projekt machen, aber ich brauche von Ihnen eine perfekte Präsentation, die alle Kunden überzeugt.“
  • Die Anweisung eines Chefs an den Abteilungsleiter: „Reformieren Sie grundlegend die Arbeitsstrukturen und die Organisation in der Abteilung, aber verändern Sie nichts in meiner Firma!“
  • Die Aufforderung: „Hilf mir, mit meinen Problemen fertig zu werden, aber misch dich nicht in meine Angelegenheiten und sag mir nicht, was zu tun ist!“
  • Der oft zitierte Satz: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“

 

Verrückt werden durch Doppelbotschaften

 

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14 Gründe warum Benzin an der Tanke teuer ist

  1. Die Opec-Länder drosseln ihre Produktion – der Benzinpreis steigt:
    Das ist ökonomisch bedingt; das Angebot sinkt bei gleich gebliebener Nachfrage, damit wird die Ware teurer.
  2. Die Opec-Länder steigern ihre Produktion – der Benzinpreis steigt:
    Dies ist auf grundlegende ökonomische Gesetze unserer Marktwirtschaft zurückzuführen; die gestiegene Nachfrage nach Tankerkapazität verteuert die Frachtraten überproportional.
  3. Im Nahen Osten herrscht vorüber- gehend Waffenruhe – der Benzinpreis steigt:
    Die Ruhe ist trügerisch, die Lager werden vorsorglich aufgefüllt. Die zusätzliche Nachfrage erhöht den Marktpreis.
  4. Im Nahen Osten wird gekämpft – der Benzinpreis steigt:
    Hamsterkäufe erhöhen die Nachfrage und damit den Marktpreis.
  5. Die Verbraucher sparen – der Benzinpreis steigt:
    Der Minderverbrauch sorgt dafür, dass die Raffinerien weit unterhalb ihrer Kapazität produzieren müssen; das erhöht den Einheitspreis, den in einer Marktwirtschaft die Konsumenten zu tragen haben.
  6. Die Verbraucher sparen nicht – der Benzinpreis steigt:
    Die Ölgesellschaften erfüllen eine lebenswichtige Funktion in der Marktwirtschaft; durch Preiserhöhungen wirken sie einer noch größeren Abhängigkeit vom Erdöl entgegen.
  7. Der Dollarkurs steigt – der Benzinpreis steigt:
    Alle Erdöl-Kontrakte werden in Dollar abgerechnet; die Konsequenzen für den Preis liegen auf der Hand.
  8. Der Dollarkurs sinkt – der Benzinpreis steigt:
    Längst nicht alle Abschlüsse auf dem Spotmarkt in Rotterdam werden in Dollar abgewickelt. Im Übrigen dauert es immer eine gewisse Zeit, bis sich Änderungen beim Verbraucher auswirken.
  9. Die Lager sind randvoll – der Benzinpreis steigt:
    Grosse Lagerbestände drücken auf die Gewinnmarge. Die Filialen der grossen Erdölkonzerne leisten freiwillig einen unschätzbaren Beitrag zur Landesversorgung in Notzeiten. In einer Marktwirtschaft ist es nur natürlich, dass sich Konsumenten an den hohen Kosten dafür beteiligen.
  10. Die Lager sind leer – der Benzinpreis steigt:
    Die hohen Lagerverluste wurden bisher stets von Erdölgesellschaften zu Lasten ihrer Erfolgsrechnungen getragen. Das ist nicht mehrlänger möglich.
  11. Der durchschnittliche Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegen über dem Vorjahr um 380 Prozent gestiegen – der Benzinpreis steigt:
    Die Zahlen ergeben ein unvollständiges Bild, denn im Benzingeschäft allein sieht die Lage schlecht aus.
  12. Der Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr kaum gestiegen – der Benzinpreis steigt:
    In einer freien Marktwirtschaft kann ein Produzent nur mit einer angemessenen Umsatzmarge existieren.
  13. Neue Erdölvorkommen werden entdeckt – der Benzinpreis steigt:
    Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an. Um die Versorgung in der Zukunft zu sichern, müssen heute gewaltige Investitionen getätigt werden.
  14. Bisher ergiebige Ölfelder erschöpfen sich – der Benzinpreis steigt: Es wird immer schwieriger und teurer, der unverminderten Weltnachfrage nach Öl gerecht zu werden.

Oder ganz einfach nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage. D.h. Solange die Leute kaufen kann man die Preise erhöhen. Auf einem neoliberalen Mark verkauft man grundsätzlich nicht nach Produktionspreis + auskömmlichen Gewinn, sondern zum maximal Preis, den der Markt zu zahlen bereit ist.

 

Wer viel Benzin verbraucht bzw. viel auf Reisen ist, kann seinen CO2-Abdruck verbessern: Atmosfair